Hortense von Gelmini – Orchesterdirigentin von Format

 

Aussagen zur Stellung als erste westdeutsche Dirigentin der Musikgeschichte

 

(mehr zur Karriere)

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(Konzertkritiken)

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„…Sie genießen in der internationalen Künstlerszene der ernsten Musik höchste Anerkennung, waren Sie doch die erste deutsche Orchesterdirigentin, die vor allem mit Schubert- und Bruckner-Interpretationen weltweit die Musikkritiker und das interessierte Publikum gleichermaßen begeisterte"

 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Brief an Hortense von Gelmini, 14.04.2017

 

"Ich kämpfe mit dem Orchester und verlange letztes Können." Derartig markige Worte hat nicht etwa der Stardirigent Herbert von Karajan gesprochen, sondern Hortense von Gelmini, 28-jähriges blondes Freifräulein am Dirigentenpult, die einzige Dirigentin der Bundesrepublik Deutschland"

 

„Scala“ Zeitschrift der Bundesrepublik Deutschland (auch in englisch und französisch) ,  Heft 12 (Dezember) 1975

 

 

„The gathering critical judgment of Hortense von Gelmini, Germany’s only conductor, is that she has not only the talent but the education, energy, and persistance to make her mark in this difficult and competitive profession".

 

David Mutch (Staff correspondent), „Christian science monitor“ (USA),  08.03.1976

 

 

Hortense von Gelmini selbst:

 

Frage: In welcher Stellung als Dirigentin sehen Sie sich eigentlich jetzt? Wo würden Sie sich selbst einreihen?

 

„Unter Kollegen? Als sehr jung zunächst mal und vom Vergleichsstatus der künstlerischen Leistung her als sehr eigenständig und insofern kaum vergleichbar, wie große Dirigenten in der Regel sich auch wahrscheinlich schwertun müssten, sich zu vergleichen mit anderen Dirigenten"

 

Hortense von Gelmini, SWF-Interview „Prisma“ mit Stefan Aust, 25.02.1976

 

 

In gewissem Sinne war ich sicherlich eine Vorreiterin und deutsch – also, was man an Namen kannte – war ich wohl auch einsam auf dieser Ebene"

 

Hortense von Gelmini im Studiointerview Sendung „Galerie“ des WDR mit Peter Langer, 02.08.1980

 

 

Frage: „in den siebziger Jahren, als Sie international bekannt wurden, hat man Sie oft in den Medien als „Deutschlands einzige Dirigentin“ oder auch als „einzige deutsche Dirigentin von Format“ bezeichnet.

 

„Diese Charakterisierung deutet ja schon auf das Äußere und auf das Spektakuläre hin, was im Übrigen gar nicht stimmte, denn es waren immer Frauen da, die  - auch zur gleichen Zeit, auch sicherlich mit großem Erfolg, sogar internationalem Erfolg -  versucht haben, zu dirigieren. Das ist eine sehr oberflächliche Augenwischerei gewesen, die mich auch immer merkwürdig berührt hat“.

 

Interview mit Radio "Deutsche Welle" (Salomon), 1989.

ganzer Text

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Anmerkung der Stiftung:

 

International bekannt war in den 1970/1980er Jahren als Dirigentin von Symphonieorchestern aus Deutschland nur Hortense von Gelmini. Das Buch „Dirigentinnen im 20. Jahrhundert“ von Elke Mascha-Blankenburg nennt - neben Hortense von Gelmini ,* 1947, S. 10, 30, 247 ff´- und sich selbst (1943-2013, Kantorin, ab den 1980er Jahren Gründerin von Frauenorchestern, vereinzelte Gastdirigate bei Symphonieorchestern) - nur Gisela Jahn (1923-2000, erste Dirigentin der DDR, in der BRD Gastdirigentin ab den 1990er Jahren), sowie Cosima Sophia Osthoff  (*1963, deren Wirken in den 90er Jahren begann). 

 

 

Auswertung des Medienechos im Stiftungsarchiv:

 

(aus Deutschland, USA, Frankreich, England, Südafrika, Italien, Österreich, Norwegen u.a.)

 

Deutschlands einzige Dirigentin“

(14 Nennungen)

 

Westdeutschlands/der Bundesrepublik einzige Dirigentin“

(9 Nennungen)

 

Deutschlands/der Welt jüngste Dirigentin/jüngster Orchesterchef“

(6 Nennungen)

 

Deutschlands wohl berühmteste/bekannteste/gefeierte Dirigentin/von Rang und Namen“ (5 Nennungen)

 

Interpretin/erste Dirigentin sinfonischer Musik  von Format

(3 Nennungen)

 

Deutschlands erste Orchester-Dirigentin

(3 Nennungen)